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Marburg damals...

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b der Zeit um 1140 wurde der "Marburger Pfennig" geprägt, und damit der Name "Marburg" erstmalig erwähnt; möglicherweise reicht die Geschichte der Burg schon bis ins 9./10. Jahrhundert zurück. Spuren auf dem Gebiet der heutigen Elisabethkirche weisen sogar auf eine Besiedlung dieser Stelle schon in der Mittelsteinzeit, 4 bis 5 Jahrtausende vor Christi Geburt, hin!

alt roße Bedeutung erhält die Stadt erstmalig, als die Landgräfin Elisabeth von Thüringen 1228 Marburg als Witwensitz wählt. Sie baut ein Hospital, in dem sie ihr Leben ganz in den Dienst der Pflege von Kranken und Gebrechlichen stellt. Schon mit 24 Jahren stirbt sie und wird 1235 heiliggesprochen.

alt er Deutsche Ritterorden beginnt im selben Jahr mit dem Bau der Elisabethkirche über ihrem Grab, der ersten rein gotischen Kirche Deutschlands.

Marburg ist zwischen 1248 und 1604 - mit Unterbrechungen Residenz der Landgrafen von Hessen.

1527, zur Zeit der Reformation, gründet Philipp der Großmütige die erste protestantische Universität, der Marburg bis heute viel Ruhm zu verdanken hat.

1529 findet hier das "Marburger Religionsgespräch" statt, ein Versuch, die beiden verstrittenen protestantischen Richtungen zu einen. Auch Luther und Calvin sind in der Stadt.

alt ach dem Tod des letzten Landgrafen, 1604, endet vorerst die Blütezeit Marburgs.
Besonders im Dreißigjährigen Krieg (1618-48), aber auch über 100 Jahre später, im Siebenjährigen Krieg, hat Marburg stark zu leiden.

Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 erlebt Marburg mit seiner Universität einen stürmischen Aufschwung, die Zahl der Einwohner verdreifacht, die der Studenten verzehnfacht sich.

alt a die Stadt während des 2.Weltkrieges von nur relativ unbedeutenden Luftangriffen getroffen wird, treffen hier in der Nachkriegszeit besonders viele Flüchtlinge ein, ein weiteres starkes Wachstum ist zu verzeichnen.

Ab den Siebziger Jahren beginnt man sich verstärkt auf die historischen Werte Marburgs zu besinnen.

Mit dem 1970 begonnenen Projekt Altstadtsanierung beginnt eine schrittweise Bewahrung des baulichen Erbes, die bis heute noch nicht ihren Abschluß gefunden hat.

Die wichtigsten
Sehenswürdigkeiten Marburgs:


Das Landgrafenschloß: erbaut im 10. Jh., erstmals erwähnt aber erst 1138/39. Das Schloß war dreimal Residenz des Landgrafen von Hessen, nachdem Sophie von Brabant ihren Sohn Heinrich, den Enkel der Heiligen Elisabeth, zum Nachfolger der in männlicher Linie ausgestorbenen Thüringer ausrief.
Das Herzstück des Schlosses ist der Fürstensaal, der größte mittelalterliche Profansaal der Welt (33m lang, 14m breit und 7,8m hoch).

Eine weitere Besonderheit sind die Kasematten, also die unterirdischen Befestigungsanlagen des Schlosses, welche zum großen Teil noch erhalten und für Besucher offen sind.
Die Elisabethkirche: gewidmet der Heiligen Elisabeth, im im Jahr 1207 geboren wurde und mit dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verheiratet war. Sie ist bekannt worden durch ihre Barmherzigkeit den Armen und Kranken gegenüber und durch die Wunder, die sie bewirkt hat. Nach ihrem Tod im Jahr 1231 wurde sie aufgrund der ihr zugesprochenen Wunder heiliggesprochen. Zu ihren Ehren wurde ab 1235 die Elisabethkirche, die erste rein gothische Kirche in Deutschland, erbaut.

Die Elisabethkirche besitzt einen kreuzförmigen Grundriß. An ihrer Westseite stehen zwei 80m hohe Türme, zwischen denen das Westportal liegt. Im Inneren der Kirche ist zum einen der Elisabeth-Chor mit dem Grab Elisabeths, zum anderen der Landgrafen-Chor mit den Gräbern der hessischen Landgrafen zu bewundern. Im Westportal sind - was fast niemand weiß - Paul von Hindenburg und seine Frau Gertrud in den Jahren des zweiten Weltkrieges begraben gewesen, die Gräber sind auch heute noch zu sehen.

Der Marktplatz mit dem Rathaus: Der Marktplatz ist der Kernpunkt Marburgs, um 1130 wurde hier eine Siedlung gegründet. Der Brunnen war die erste Wasserquelle Marburgs und zeigt den hl. Georg, der mit dem Drachen kämpft. Das Rathaus ist ein dreigeschössiger Bau, welcher an der Front durch einen Treppenturm in der Mitte geteilt ist. Auffällig ist die Statue der Justitia, die nicht die gewohnte Augenbinde trägt.
Der Ratssaal befindet sich im 1. Geschoß des erst 1527 vollendeten Gebäudes.
Dieses sind nur drei der vielen Marburger Sehenswürdigkeiten, die wir Dir leider nicht alle beschreiben, da sonst Deine Providerkosten in astronomische Höhen steigen würden.

Wenn Du mehr über Marburg erfahren möchtest, dann melde Dich doch einfach bei uns, wir zeigen Dir gerne die Stadt.